Schirmherrschaft NachfolgerForum 2017

Hans-Olaf Henkel

IBM-Manager, BDI-Präsident, Präsident der Leibnitz-Gemeinschaft: Hans-Olaf Henkel hat sich erfolgreich den unterschiedlichsten Herausforderungen im Leben gestellt. Bekannt als Publizist und gefragter Experte in Wirtschaftsfragen, bringt Hans-Olaf Henkel seine Erfahrungen als Abgeordneter der Liberal-Konservativen Reformer in das europäische Parlament ein.

„Klar, jeder Mensch ist ersetzbar! Trotzdem halte ich es für sehr wichtig, dass Führungspersönlichkeiten immer auch dafür sorgen, dass sie durch einen kompetenten Nachfolger oder eine kompetente Nachfolgerin ersetzt werden können. In der Politik wird dieser Grundsatz meist sträflich vernachlässigt. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass jemals ein Bundeskanzler seinen Nachfolger beziehungsweise seine Nachfolgerin ausgesucht, geschweige denn auf die neue verantwortliche Aufgabe vorbereitet hätte.

Bei den großen Firmen ist es oft ähnlich: Konzernlenker halten sich allzuoft für unersetzlich, kleben an ihren Stühlen und, wenn es dann gar nicht mehr geht, gehen auch sie oft ohne eine Nachfolge geplant zu haben.

In meiner Kindheit beziehungsweise Jugend habe ich dagegen eine sehr positive Erfahrung gemacht: Schon früh hatte mein Vater meine Mutter in die Geheimnisse seines mittelständischen Unternehmens in Hamburg eingeweiht. Obwohl sie drei

Kinder hatten, zeigt unser Familien-Album meinen Vater und meine Mutter am gleichen Schreibtisch! Als mein Vater dann in den letzten Kriegstagen in Budapest als Soldat sein Leben verlor, fiel es meiner Mutter deshalb nicht allzu schwer, das Unternehmen zu retten, weiterzuführen und damit uns Kindern gleichzeitig die finanzielle Basis für unser weiteres Leben, die Ausbildung und das Fortkommen zu erhalten.

Egal, ob es sich um den Leiter eines großen, eines mittleren oder eines kleinen Unternehmens handelt: jeder Chef sollte sich mehrmals im Jahr die Frage stellen: was passiert wenn ich umfalle? Wer würde sich dann an meinen Schreibtisch setzen, meine Werkstatt übernehmen oder meine Kunden betreuen können? Deshalb gehört es zur Verantwortung jeder Führungskraft einen realistischen Nachfolgeplan aufzustellen.

Dieser Plan sollte zwei Szenarien umfassen:

zum einen sollte der Plan Nachfolgekandidaten beinhalten für einen geordneten Rückzug des derzeitigen

Stelleninhabers. Wenn zum Beispiel dieser 55 Jahre alt ist, und meint, mit 60 in Pension gehen zu wollen beziehungsweise zu können oder gar zu müssen, dann müsste er fünf Jahre vorher beginnen, sich darüber Gedanken zu machen, welche Personen für seine Nachfolge infrage kämen. Gleichzeitig sollte er dann auch die nötigen Maßnahmen treffen, diese Personen entsprechend vorzubereiten.

Zum anderen braucht jeder Stelleninhaber einen Plan für etwas Unvorhergesehenes: hier muss einfach die Frage beantwortet werden: was passiert wenn ich morgen umfalle? Auch dafür muss mindestens ein Name genannt werden können.

Die Verantwortung dafür, dass diese beiden Fragen beantwortet werden trägt bei einem großen Unternehmen immer der Aufsichtsrat, bei einem mittleren Unternehmen oft der Gesellschafterausschuss und bei einem Familienunternehmen natürlich die Familie!

Es ist gut das es das Nachfolgerforum gibt. Denn das ist genau der Ort, an dem darüber intensiv diskutiert werden sollte.“

Grußwort von

Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher                                                                                  

 

 „Nachhaltige und faire Rahmenbedingungen sind entscheidende Voraussetzungen für eine hochwertige Entwicklung unserer Wirtschaft. Erst diese Rahmenbedingungen lassen eine ganzheitliche Innovationskultur entstehen und werden so zur Basis für eine gesunde Gesellschaft.

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft. Eines seiner großen Stärken ist das langfristige, auf Familie und Mitarbeiter ausgerichtete Handeln. Deshalb ist es wichtig, diese mittelständische Unternehmenskultur zu erhalten.

Das NachfolgerForum fördert genau diese Kultur. Es wird jenes Know-how vermittelt, welches den dauerhaften Fortbestand und die Innovationskraft im Mittelstand stärkt.“

Grußwort

Familie Mack

Europa-Park GmbH & Co Mack KG

 

Begrüßung und thematische Einführung durch einen geschäftsführenden Gesellschafter der Familie Mack.

„Seit über 235 Jahren existiert unser Familienunternehmen. Heute testet die noch junge, neunte Generation mit kindlicher Begeisterung unsere neuen Attraktionen. Werte wie: Treue, Verbindlichkeit und Loyalität zum Elternhaus werden täglich vorgelebt, gelebt und bilden das Fundament der jüngst konzipierten Familien-Charta.

Auf das wichtige Thema „Unternehmensnachfolge“ sind wir vorbereitet. Seien Sie es auch.“